Lungenkrebsscreening

Informationen zur Früherkennung von Lungenkrebs

Warum wird diese Untersuchung angeboten?

Rund 57.000 Menschen erkranken in Deutschland jährlich an Lungenkrebs.
Er verursacht häufig lange Zeit keine Beschwerden und wird daher oft erst spät erkannt. Daher richtet sich das Angebot an beschwerdefreie Personen mit erhöhtem Risiko
und ist kein allgemeines Vorsorgeprogramm für die Gesamtbevölkerung.

Die Früherkennung mittels Niedrigdosis-Computertomografie (LDCT) kann helfen, Veränderungen der Lunge rechtzeitig zu entdecken. Mit einem Anteil von 19.6% und über 45.000 Todesfällen stellte Lungenkrebs im Jahr 2024 laut Statistischem Bundesamt die häufigste krebsbedingte Todesursache dar.

Die Untersuchung kann das Risiko, an Lungenkrebs zu sterben, senken.
Sie kann jedoch nicht verhindern, dass Lungenkrebs entsteht, und ersetzt keine ärztliche Abklärung bei bestehenden Beschwerden.

Für wen ist das Screening gedacht?

  • Patient:innen im Alter zwischen 50 und 75 Jahren
  • Langjähriger starker Zigarettenkonsum (mindestens 25 Jahre ohne lange Unterbrechung)
  • Aktuell rauchend oder Rauchstopp vor weniger als 10 Jahren
  • Mindestens 15 Packungsjahre (Anzahl der täglich gerauchten Zigarettenpackungen multipliziert mit der Anzahl der Raucherjahre)
  • Die Untersuchung erfolgt in der Regel einmal jährlich, solange die Voraussetzungen erfüllt sind

Wie läuft das Screening ab?

  • Zuerst erfolgt ein ärztliches Beratungsgespräch (gerne hier im Pneumologicum, sprechen Sie Ihren Arzt an)
  • Dann erfolgt die Überweisung zum Niedrigdosis-CT (weniger Strahlung, wenige Minuten Dauer, kein Kontrastmittel) in eine spezialisierte radiologische Praxis
  • Mitteilung des Ergebnisses und Besprechung der Konsequenzen durch die radiologische Praxis (innerhalb von 14 Tagen)

Vorteile

  • Früherkennung von Lungenkrebs möglich, dadurch bessere Heilungschancen
  • Möglicherweise weniger belastende Therapien

Risiken und Nachteile

  • Strahlenbelastung
  • Falsch-positive Befunde möglich
  • Weitere Untersuchungen können notwendig sein
  • Seltene „Überdiagnosen“ möglich

Was passiert bei auffälligem Befund?

  • Unauffälliger Befund: nächste Untersuchung nach 12 Monaten
  • Kontrollbedürftig (auffällig): ein auffälliger Befund bedeutet nicht
    automatisch Krebs, häufig folgt eine erneute Untersuchung nach 3–6 Monaten
  • Abklärungsbedürftig: weiterführende Diagnostik, ggf. Vorstellung in einem spezialisierten Lungenzentrum Ein auffälliger Befund bedeutet nicht automatisch Krebs. Häufig folgen Kontrolluntersuchungen oder weitere Abklärungen

Kostenübernahme

  • Die Untersuchung wird seit dem 01. April 2026 von den gesetzlichen Krankenkassen
    übernommen, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind

Vorbeugung von Lungenkrebs

  • Die wichtigste Maßnahme zur Senkung des Risikos ist der Rauchstopp. Auch nach vielen Jahren lohnt sich das Aufhören. Für weitere Informationen sprechen Sie gerne Ihren behandelnden Arzt an

Hinter diesem QR-Code verbirgt sich ausührliches Informationsmaterial des GBA (Lungenkrebsfrüherkennung für Raucherinnen und Raucher – Information zum Angebot der gesetzlichen Krankenversicherung):

Und hier ein aktueller Beitrag aus der ARD Tagesschau bei youtube